XL-Eier - grausame Tortur für Hühner

Eier im Eierkarton
pixabay.com

In der Regel ist es so, dass die Eigröße vom Alter des Huhns abhängig ist. Je jünger das Huhn, desto kleiner das Ei. Somit werden die Eier im Laufe der Zeit immer größer. Auf dem Höhepunkt der Legeleistung legt ein Huhn also fast täglich ein Ei mit einem Durchschnittgewicht von etwa 70 Gramm.

Zwangsmauser – entsetzlicher Leidensweg
Sobald das Huhn nicht mehr die Leistung erbringt, die die Industrie haben will, werden sie geschlachtet. Um ein Huhn dazu zu bringen, dass es XL-Eier legt, geht die Industrie einen besonders grausamen Weg. Hühner, deren Legeleistung abnimmt werden nicht geschlachtet, sondern in die Zwangsmauser geschickt.

In der Regel kommen Hühner mit 15 bis 20 Monaten in die Mauser. Dabei wechseln die Tiere nach und nach ihr Federkleid und produzieren keine Eier mehr, da sie die Energie für die Bildung neuer Federn brauchen. In dieser Zeit sind sie besonders stressanfällig und schwach. Da die Industrie nicht warten will, bis Hühner in die natürliche Mauser kommen, werden sie sozusagen dazu gezwungen. Die Tiere bekommen nur noch vier Stunden Licht am Tag und auch Nahrung erhalten sie nur in diesem kurzen Zeitraum, bestehend aus Hafer und Kalk. Dieser Stress lässt die Hühner ihr Federkleid verlieren und sie legen auch keine Eier mehr. Erhalten sie wieder mehr Tageslicht und Futter, kommt auch die Eierproduktion wieder in Gang und die überlebenden Hühner legen dann die begehrten XL-Eier. Alle anderen bezahlen diese Tortur mit dem Leben. Darüber hinaus ist der Legeapparat der Hennen überhaupt nicht für eine derartige Eigröße ausgelegt, weshalb Entzündungen und entsetzliche Schmerzen beim Legen vorprogrammiert sind.

Bitte kaufen Sie niemals XL-Eier!
Besonders vorbildlich verhält sich Edeka und hat den Verkauft von XL-Eiern gestoppt. "Wir können nicht alle Eier aus dem Sortiment nehmen, um Tierleid zu verhindern, aber an dem zusätzlichen Leid wollen wir uns nicht beteiligen und versuchen damit ein Zeichen zu setzen!" DANKE dafür! Verhindern auch Sie Tierleid und kaufen Sie bitte keine XL-Eier!

Insektensterben – Hilferuf unseres Planeten

Nahaufnahme Biene in Blüte
pixabay.com

Die Insekten sterben! Laut dem WWF haben wir seit 1989 in Deutschland 76 Prozent der Insektenbiomasse verloren. Das Problem betrifft nicht nur Deutschland, denn zahlreiche Studien haben aufgezeigt, dass sich das Insektensterben über ganz Europa und auch die USA hinzieht. Eine Bedrohung mit Auswirkungen für den gesamten Planeten!

Gründe für das Massensterben der Insekten
In der Krefelder Studie (veröffentlicht 2017) wurde über einen Zeitraum von 27 Jahren die Entwicklung von Insektenbeständen von Insektenkundlern in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg untersucht. Sie zeigt nicht nur die rapide Abnahme der Gesamtmasse an Fluginsekten auf, sondern es wurden auch mögliche Ursachen untersucht. Vor allem die Landwirtschaft hat große Auswirkungen auf das Fortbestehen von Insekten. Der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden vernichtet die winzigen Tiere entweder sofort oder deren Nahrungsgrundlage wird zerstört. Das Ausmerzen von Ackerkräuter durch Gift wie beispielsweise Glyphosat, raubt Insekten nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle, sondern auch ihre Nist- und Überwinterungsplätze. Andere Gifte beeinträchtigen zudem die Fortpflanzungsrate stark oder machen die Tiere orientierungslos.

Auch das Überdüngen der Nutzflächen, das Trockenlegen von Mooren und Feuchtwiesen, der Verlust von Brachflächen und Hecken und der Umbruch von Grünland zu Ackerland stellen eine große Gefahr für Insekten dar. Durch die Massenzucht von Bienen für die Honigproduktion beispielweise, sammeln Honigbienen überproportional viel Nektar, der ihnen später wieder weggenommen wird. Für die Wildbienen selbst bleibt immer weniger Nektar zur Verfügung. Und auch die Klimawandel trägt seinen Teil zur umfassenden Problematik bei, denn Insekten wandern in kühlere Gebiete ab, finden dort jedoch nicht die geeignete Nahrungsgrundlage und sterben.

Wie wirkt sich das Massensterben auf unser Ökosystem aus?
Eine wichtige Aufgabe der fliegenden Insekten ist die Bestäubung unserer Kultur- und Wildpflanzen. Des Weiteren stehen sie in der Nahrungskette sehr weit unten und dienen als Futterquelle für viele Vögel, Amphibien oder auch Reptilien, Fledermäuse und andere Insekten. Für ein funktionierendes Ökosystem sind Insekten daher unentbehrlich! Sie sichern nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Ernährung des Menschen! Fast 90 Prozent aller Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen und dies gilt auch für unsere Nutzpflanzen.

Sie wollen helfen? So geht’s!
Für uns alle besteht die Möglichkeit, dem Insektensterben ein kleines bisschen Einhalt zu gebieten. Insekten- und bienenfreundlichen Blumen auf dem Balkon oder im eigenen Garten und das Aufstellen von Insektenhotels bietet den kleinen Krabblern Nahrung und Unterschlupf. Auch das eigene Konsumverhalten beeinflusst das Insektensterben nachhaltig, denn der Kauf von regionalen Bioprodukten und vor allem Produkte aus dem veganen Ökolandbau gewährleisteten, dass keine chemischen oder tierischen Dünger zum Einsatz kamen. Dies verhindert zusätzliche Umweltverschmutzung und Tierleid, sowie die Freisetzung von Treibhausgasen. Wenn Sie selbst sich für eine tier- und umweltfreundliche vegane Ernährung entscheiden, leisten Sie einen wertvollen Beitrag für den Erhalt unseres Planeten und eines gesunden Ökosystems.

Vor allem ist hierbei jedoch die Politik gefragt. Mit der "gemeinsamen Agrarpolitik" werden auf EU-Ebene die Weichen für die Art der Landwirtschaft und auch die ländliche Entwicklung in der ganzen EU gestellt. Rung 6 Milliarden Euro EU-Subventionen erhält Deutschland jährlich für den Landwirtschaftssektor. Leider sind die Zahlungen nicht ausreichend an nachhaltige oder ökologische Bewirtschaftung gekoppelt und werden nach dem "Gießkannenprinzip" verteilt. Für uns alle ist es überlebensnotwendig, dass endlich ein viel größeres Augenmerk darauf verwendet wird, dass unser Planet nachhaltig gesund wird und auch bleibt.

Wachteln - grausames Leben in Legebatterien

Wachteleier
pixabay.com

Die Batteriekäfige, in denen Wachteln eingepfercht werden, messen in der Höhe gerade einmal 20 Zentimeter. Dies lässt nur eine geduckte Haltung zu, ein Ausstrecken oder Flattern ist unmöglich. Da zu viele Tiere auf engstem Raum gehalten werden, können die Tiere auch kaum umherlaufen. Auf den verschmutzen Gitterböden entzünden sich die Füße der Wachteln, die unnatürliche Körperhaltung verändert das Skelett schmerzhaft und es ist kein natürliches Verhalten, wie Picken im Gras, im Sand baden oder frische Luft atmen, möglich.

Keine gesetzliche Regelung
Doch Wachteleier gelten als Delikatesse und oft gar als Superfood, daher finden sich die kleinen gefleckten Eiere mittlerweile sogar in Supermärkten und Discountern. Der Verbraucher ist der Überzeugung, dass es in Deutschland keine Legebatterien mehr gibt, und greift guten Gewissens zu den Wachteleiern im Regal. Für Hühner mag das zwar stimmen (wobei immer noch Eier aus Legebatterien über Umwege den Weg nach Deutschland finden), jedoch gibt es für die Haltung von Wachteln keinerlei rechtsverbindliche Vorgaben und die enge Käfighaltung ist weiterhin in Deutschland legal. Auch die Anzahl an Tieren selbst wird in Deutschland nicht erfasst, 2019 wurden in Niedersachen circa 55.000 Tiere gemeldet, daher ist davon auszugehen, dass in ganz Deutschland sehr viel mehr Wachteln für den menschlichen Konsum leiden.

Leid und Schmerz für den menschlichen Konsum
Alle heute in der Industrie gehaltenen Wachteln stammen von der wildlebenden Japanischen Wachtel ab, die bis zu drei Jahre alt werden kann. Mastwachteln werden bereits mit vier bis sechs Wochen geschlachtet und Legewachteln aus wirtschaftlichen Gründen mit spätestens 38 Wochen. Die Tiere sind am Ende ihres kurzen Lebens psychisch und physisch am Ende. Verhaltensstörungen wie gegenseitiges Bepicken und Übereinandersteigen führen zu blutigen Verletzungen und Federlosigkeit, es kommt sogar teilweise zu Kannibalismus. Wie auch bei Legehennen führt die Zucht auf eine hohe Legeleistung oftmals zu Eileiter- und Bauchfellentzündungen und eine zunehmende Instabilität der Knochen.

Kaufen Sie bitte keine Wachteleier!
Nur die Abschaffung der Käfighaltung kann dieses grausame Tierleid endlich verringern. Zudem führt kein Weg daran vorbei, für eine tierschutzkonforme Haltung von Wachteln endlich verbindliche Anforderungen zu schaffen und die Eier müssen eindeutig deklariert werden. Von einem Kauf von Wachteleiern aus Käfig- oder (angeblicher) Bodenhaltung ist dringend abzuraten. Wer nicht darauf verzichten will, sollte auf Eier aus zertifizierter Biohaltung von Ökoverbänden wie Naturland oder Bioland zurückgreifen.