Igelschutz

Dieter Haugh/pixelio.de

Im Herbst bereiten Igel sich auf den Winterschlaf vor. Gartenbesitzer können den Stachelträgern helfen, indem sie Laub- oder Komposthaufen liegenlassen und den Tieren somit Nahrung und Unterschlupf bieten. Auch Igel die man tagsüber herumlaufen sieht brauchen nicht immer menschliche Hilfe...

Wenn im Herbst die Temperaturen fallen laufen in der Igelwelt die Vorbereitungen für den Winterschlaf auf Hochtouren. Jetzt müssen die kleinen Stacheltiere sich eine dicke Fettschickt anfressen. Igel sind nachtaktive Tiere. Auf der Suche nach Nahrung verlassen sie ihren Unterschlupf normalerweise nur zwischen Dämmerungsbeginn und Morgengrauen. Tagsüber verstecken sie sich in Kompost- oder Reisighaufen, Böschungen und Hecken. Hier bauen sie auch ihr Nest - aus Grashalmen, Blättern und anderem wärmenden Material.
Sabine Schmidt/pixelio.de
Igel im Garten
Wer Igeln helfen will und einen Garten besitzt, sollte diesen möglichst naturnah gestalten und nicht allzu „aufräumt“ halten. Denn z.B. Laubhaufen oder aufgehäufte Gartenabfälle bieten den Tieren nicht nur ein geschütztes Winterquartier, sondern außerdem Insekten und Weichtiere als Nahrung. Gartengeräte, wie etwa die Kompostgabel, sollten nur vorsichtig eingesetzt werden. Laubsauger und –bläser können besonders für kleinere Igel zur tödlichen Falle werden. Die Geräte entfernen außerdem nicht nur Laub, sondern auch Insekten, Würmer, Schnecken und andere Weichtiere, die dem Igel als Nahrung dienen. Wer Igel nicht in Gefahr bringen will, sollte deshalb lieber zu Rechen oder Harke greifen.

Wann brauchen Igel Hilfe?
Als streng geschützte Tiere dürfen Igel nicht aus der Natur entnommen werden. Eingreifen sollte man deshalb nur, wenn es sich um einen verwaisten Igelsäugling handelt oder wenn ein Tier sichtbar krank, verletzt oder geschwächt ist. Igel die tagsüber herumlaufen sollte man zunächst aus sicherer Entfernung beobachten. Kranke und verletzte Tiere erkennt man daran, dass sie reglos herumliegen, mager sind und sich apathisch verhalten. Igel die noch bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen sind meistens geschwächt oder krank. Oft handelt es sich um Jungtiere, die zu spät geboren wurden, um sich für den Winter noch ein ausreichendes Fettpolster anzufressen.
 
Wann ist eine Zufütterung sinnvoll?
Igel die im November noch deutlich unter 500g wiegen, haben ohne Zufütterung kaum eine Überlebenschance. Für die Fütterung eignet sich Katzendosenfutter, gemischt mit Haferflocken oder Weizenkleie. Zudem sollte den Tieren Wasser angeboten werden. Milch und Essensreste sind dagegen nicht artgerecht und können den Tieren sogar ernsthaft schaden.
 
Igel sind anspruchsvolle Pfleglinge. Bevor man einen Igel in Pflege nimmt, sollte man deshalb einen Tierarzt oder den örtlichen Tierschutzverein um fachlichen Rat fragen. Auch Igel-Stationen können die Stachelträger sachkundig versorgen.

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