Tierschutz im Ausland

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Die Urlaubszeit ist die schönste Zeit des Jahres. Leider werden Touristen jedoch an vielen Urlaubsorten mit schrecklichem Tierleid konfrontiert. In fernen Ländern Asiens, aber auch in Süd- oder Osteuropa spielt der Tierschutz häufig eine nicht allzu große Rolle. Wir geben Tipps, wie Sie den Tieren mit Ihrem Verhalten helfen können.

Tierparks, Tiershows
In vielen Tierparks werden Tiere nur zur Belustigung des Publikums präsentiert oder in Shows vorgeführt. Hierbei werden weder die arteigenen Verhaltensweisen noch die Bedürfnisse der Tiere berücksichtigt. Eine artgerechte Unterbringung fehlt fast immer. Auf lange Sicht hilft deshalb nur eines: Halten Sie sich von Tierparks und Shows mit Delfinen, Orang Utans oder anderen Tieren fern. Verzichten Sie auch auf Aktivitäten wie Elefantenreiten.

Stierkämpfe
Unter dem Deckmantel der Tradition werden Tiere in der Arena gequält oder zu religiösen oder anderen Festen misshandelt. Meiden Sie Stierkämpfe und andere Veranstaltungen dieser Art!

Erinnerungsfoto ja, aber nicht mit Tier!
Lassen Sie sich oder Ihre Kinder niemals mit Wildtieren fotografieren. Hinter dem Geschäft mit den wehrlosen Tieren verbirgt sich schreckliche Quälerei. Nicht selten werden die Tiere im Babyalter gefangen und das Muttertier getötet. Hier gilt: Keine Kundschaft – kein Fortbestand.
Ebenso sollten Sie niemals Tiere kaufen, weder aus Mitleid noch aus anderen Gründen. Denn jedes gekaufte Tier wird durch ein neues ersetzt. Gewinner sind die skrupellosen Tierhändler, die vom Geschäft mit den Touristen profitieren. Verlierer sind die Tiere.

Grausame Delikatessen
Für viele exotische Spezialitäten werden Tiere grausam gehalten, müssen leiden oder qualvoll sterben. Fragwürdige „Delikatessen“ sind:

  • Gänsestopfleber (Foie gras)
  • Froschschenkel
  • Singvögel
  • Haifischflossensuppe
  • Schildkröten, Schidkröteneier, Schildkrötensuppe
  • Walfleisch
  • Hunde- und Katzenfleisch

Verbannen Sie derartige „Delikatessen" von Ihrem Teller und machen Sie einen großen Bogen um Restaurants, in denen sie angeboten werden.

Früher Tier - jetzt Souvenir
Kaufen Sie keine Tierqual- Souvenirs. Für Taschen aus Krokodilleder, Schnitzereien aus Elfenbein, Pelze, etc. müssen Tiere leiden und sterben. Für viele dieser zweifelhaften Andenken besteht in Deutschland ein Einfuhr- und/oder Handelsverbot. Der Zoll beschlagnahmt diese Souvenirs.

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Was mache ich wenn ich Tierquälerei sehe?
Wichtig ist die unmittelbare Hilfe vor Ort. Später, von Deutschland aus, ist es meistens unmöglich dem betroffenen Tier zu helfen. Wenn Sie Tierquälerei beobachten, sprechen Sie den Verantwortlichen bitte zunächst freundlich auf sein Verhalten an. Machen Sie ihm klar, dass auch Tiere Leid empfinden. Ändert sich nichts, wenden Sie sich am besten an die örtliche Polizeibehörde und einen Tierschutzverein vor Ort. Dabei sollten die Missstände, möglichst auch mit Fotos, dokumentiert werden.

Straßentiere
Diesen Anblick kennt fast jeder Tourist: Herrenlose Hunde und Katzen, die an Stränden oder in Hotelanlagen herumstreunen um dort Futter oder paar Streicheleinheiten zu ergattern. In vielen Urlaubsländern lassen Besitzer ihre Tiere nur selten kastrieren. Unerwünschter Nachwuchs landet auf der Straße und vermehrt sich dort immer weiter. Städte und Gemeinden begegnen dem Problem mit Tötungsaktionen. Auch in manchen Hotels werden Tiere getötet wenn der letzte Tourist zurück in die Heimat gereist ist. Diese Aktionen sind nicht nur grausam sondern auch völlig sinnlos, denn für jedes getötete Tier rückt ein neues nach. Um die Tierpopulation auf Dauer zu reduzieren helfen nur konsequente Kastrationsmaßnahmen.

Wie kann ich als Tourist helfen?

  • Auch wenn es Ihnen schwer fällt: Füttern Sie die Straßentiere nicht. Die meisten Tiere haben ihre Futterquelle und sind nach Ihrer Abreise sowieso wieder auf sich alleine gestellt. Ist ein Tier in schlechter Kondition, können Sie es zu einem Tierarzt bringen und es bei Bedarf behandeln lassen.
  • Nehmen Sie ein Tier nicht unüberlegt mit nach Deutschland. Viele Straßentiere leiden unter ernsthaften und ansteckenden Krankheiten. Auch die Bestimmungen der Urlaubsländer sowie die Einreisebestimmungen nach Deutschland (z.B. Tollwutimpfung) sind zu beachten. Unabhängig davon stellt sich die Frage ob Versorgung und Betreuung des Tieres zu Hause überhaupt gewährleistet sind.
  • Machen Sie sich schlau: Gibt es vor Ort seriöse Tierschutzorganisationen, die z.B. Kastrationsaktionen durchführen oder Futterstellen betreuen? Falls ja, unterstützen Sie nach Möglichkeit diese Organisationen. Ihre Spende kann viel für die Tiere bewirken.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Hotelleitung über die Möglichkeit von Kastrationsmaßnahmen für dort lebende Katzengruppen. Kastrieren der Tiere und anschließendes „Bleiberecht“ mit Versorgung durch Personal und Gäste kann dem Hotel einen tierfreundlichen Ruf einbringen. Bitten Sie ggf. ebenfalls Ihre Reiseleitung um Unterstützung.

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