Ostern ohne Tierleid

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Bunte Eier gehören zum Osterfest dazu. Doch Vorsicht: Ein Großteil der im Handel erhältlichen vorgefärbten Eier stammt aus der qualvollen Käfighaltung. Konsumenten sollten beim Kauf von Ostereiern, ebenso wie bei Fertigprodukten mit Ei, auf eine deutliche Herkunftsangabe achten.

Bunte Eier bekommt man im Supermarkt mittlerweile das ganze Jahr über, und vor dem Osterfest ist das Angebot besonders groß. Trotzdem ist der Kauf dieser Produkte nicht ganz leicht.

Keine Kennzeichnungspflicht für gefärbte Eier und Fertigprodukte
Die klare, verbraucherfreundliche Kennzeichnung von frischen Eiern mit den Ziffern „0“ für Bio-, „1“ für Freiland-, „2“ für Boden- und „3“ für Käfighaltung, hat in den Läden dazu geführt, dass frische Käfigeier komplett aus dem Sortiment verschwunden sind. Für gekochte und gefärbte Eier gibt es bis dato keine Kennzeichnungspflicht, so dass Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung meistens im Dunkeln tappen. Auch Fertigprodukte, wie Nudeln, Kuchen oder Eierlikör, sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Wenn die Herkunftsangabe fehlt, kann man davon ausgehen, dass die Eier aus der qualvollen Käfighaltung stammen. Milliarden dieser Eier finden jedes Jahr ihren Weg in den Handel - getarnt durch eine bunte Schale oder eine ansprechende Verpackung.

Tierschutzprobleme durch Käfighaltung
Laut Auskunft des Deutschen Tierschutzbundes werden rund 14 Prozent der Legehennen in Deutschland in sogenannten Kleingruppen-Käfigen gehalten. Die Tiere haben dort nur etwas mehr Platz als eine DIN-A4-Seite. In der drangvollen Enge können sich die Hennen kaum bewegen. Der erzwungene Bewegungsmangel führt zu gesundheitlichen Schäden, wie Fußballengeschwüren und Knochenschwäche. Arttypisches Verhaltensweisen, wie das Sandbaden, Scharren oder Picken, können die Tiere in den Käfigen nicht ausleben. Deshalb richten sie diesen Trieb gegen die Artgenossen: Federpicken und Kannibalismus sind die Folge.

Der tierfreundliche Einkauf
Konsumenten sollten beim Kauf von gefärbten Eiern und Fertigprodukten mit Ei nur Produkte wählen, die explizit aus der Bio-, Freiland- oder Bodenhaltung stammen. Bei fehlender Herkunftsangabe kann man den Tieren helfen, indem man auf den Kauf verzichtet.

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