Lassen Sie Ihre Katze/ Ihren Kater kastrieren!

Nahaufnahme einer Streunerkatze
Foto: Maren Beßler/Pixelio.de

Bundesweit und damit auch bei uns im Rhein-Kreis Neuss hat das Problem der unkontrollierten Vermehrung von Katzen in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Population steigt stetig, und immer häufiger trifft man Katzen frei lebend, einzeln oder in Gruppen an.

Frei lebend – das bedeutet: Ohne Zuhause und ohne einen Besitzer, der sich um Ernährung und Pflege des Tieres kümmert. Die Tiere halten sich auf Friedhöfen, verlassenen Fabrikgeländen, in Parks o.ä. auf.  Dort herrscht für die Katzen der nackte Kampf ums Überleben. Denn als domestizierte Haustiere haben die Samtpfoten von heute es schlichtweg verlernt, sich komplett alleine zu versorgen. Die Folge: Sie fristen ein elendes Dasein, sind häufig krank, chronisch unterernährt und von Parasiten befallen.

Eine Spirale traurigen Katzenelends
Schuld an dieser Misere sind diejenigen Katzenhalter, die ihren Tieren Auslauf ins Freie gewähren, ohne sie vorher kastrieren zu lassen. Draußen umherstreunend, paaren die Katzen sich mit anderen Freigänger-Katzen oder mit bereits frei lebenden Tieren. Katzen können ab einem Alter von sechs Monaten Junge bekommen und das zwei- bis dreimal im Jahr. Bei durchschnittlich vier bis sechs Jungen pro Wurf kommt es zu einer enormen Nachkommenschaft, für die sich niemand mehr zuständig fühlt.
Wer eine unkastrierte Katze ins Freie lässt, handelt in hohem Maße unverantwortlich und setzt eine Spirale traurigen Katzenelends in Gang. Viele Katzenbesitzer sind der Ansicht, eine Katze könne erst kastriert werden, nachdem sie einmal geworfen habe. Hierfür gibt es jedoch keine medizinische Grundlage.
 
Wer ins Tierheim kommt hat Glück
Im Tierheim müssen wir Jahr für Jahr zahlreiche Katzenkinder aufnehmen. Denn der unerwünschte Nachwuchs wird - bestenfalls - zu uns gebracht. Im schlimmsten Fall werden die Katzenbabys einfach ausgesetzt. Eine Katze kostet dem Tierheim pro Tag ungefähr sechs Euro. Neben den Kosten für Futter und medizinische Versorgung fallen Heiz- und Pflegekosten an. Alle im Tierheim ankommenden Katzen werden zudem kastriert. Katzen die längere Zeit in Freiheit gelebt haben, lassen sich in der Regel nicht mehr an ein Zusammenleben mit dem Menschen gewöhnen. Diese Tiere fangen wir an vielen Stellen ein, lassen sie kastrieren und bringen sie schließlich wieder in ihr angestammtes Revier zurück. Die Kosten für die Versorgung der Katzen sind immens und für unser Tierheim kaum zu
stemmen.
 
Lassen Sie Ihre Katze/ Ihren Kater kastrieren
Wir appellieren dringend an alle Katzenbesitzer: Lassen Sie ihr Tier kastrieren und sorgen Sie so dafür, dass Ihr Stubentiger sich nicht an der Vermehrung beteiligen kann. Auch Kater sollten unbedingt kastriert werden, denn diese zeugen etliche Nachkommen, ohne das Herrchen und Frauchen es jemals erfahren. Helfen Sie mit die Katzenflut einzudämmen und so das Elend der Tiere zu verhindern!

Foto: Maren Beßler/Pixelio.de

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